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Mit zu teurem Dämmzwang richtig umgehen


Veröffentlicht am 14.09.2016 von | Mehr Informationen zur Redaktion


wärmedämmung

Seit dem 1. Mai 2014 gilt für Gebäude die Energie-Einsparverordnung (EnEV 2014). Für die neue Energie-Einsparverordnung bei Wohnungsneubauten gelten seit dem Jahresanfang 2016 nun 25 Prozent höhere energetische Anforderungen als bisher. Diese können etwa durch die Nutzung erneuerbarer Energien erfüllt werden oder durch die Aufstockung der Außenwand-Dämmschicht, was für Neubauten eine kostengünstigere Variante darstellen würde.

Bei Bauanträgen die nach dem 1. Januar 2016 ausgestellt wurden, muss der Energieverbrauch von Wohnhäusern 25 Prozent unter dem momentanen Wert liegen. Die verschärften Anforderungen werden sich auch bei den Baukosten bemerkbar machen. Ein höherer Wärmeschutz von 20 Prozent bedeutet für den Bauherren mehr Baumaterial, längere Arbeitszeiten und damit auch höhere Kosten.

Stufenweise Umsetzung der Energie-Einsparverordnung läuft seit 2014

Die Mehrkosten sollen sich langfristig rentieren, denn Sinn der ganzen Aktion ist, in allen EU-Mitgliedsstaaten bis 2021, beim Neubau der Wohngebäude den niedrigsten Energiestandard zu erreichen. Nach über 20 Jahren würde der Energieverbrauch solcher Gebäude fast bei null liegen. Der Klimaschutz verbessert sich somit, da 40 Prozent des Energieverbrauchs und ca. ein Drittel der CO2-Emissionen in ganz Deutschland wegfallen.

Die Immobilien- und Baubranche versuchte bis zum Schluss hin, das Inkrafttreten der neuen Energievorschriften zu unterbinden. Sie sind der Meinung aufgrund der Wohnungsknappheit in den Einzugsgebieten, sollte man die Neubauten preiswerter und nicht teurer bauen. Entweder investiert ein Bauherr mehr Geld und spart später oder er investiert weniger beim Neubau und hat somit höhere Betriebskosten.

Der Primärenergiebedarf

Wer jetzt bauen möchte, muss nicht nur mit hohen Grundstückspreisen rechnen, sondern auch mit höheren Preisen durch die Klimaschutzziele. Wer trotzdem auf möglichst geringe Zusatzkosten kommen möchte, sollte sich mit dem Primärenergiebedarf befassen. Auf den Primärenergiebedarf beziehen sich nämlich die geforderten 25 Prozent Einsparung. Problemlos erfüllen nur noch Häuser mit Elektro-Wärmepumpen die neuen Effizienzstandards.

Denn Wärmepumpen profitieren davon, dass die Politik im Zuge der EnEV-Novelle 2014 auch den Primärenergiefaktor für Strom von 2,4 auf 1,8 senkt. Nicht jede Wärmepumpe passt zu jedem Haus, auch die Leistungsdaten der unterschiedlichen Hersteller können variieren. Wer einen Stromfresser im Keller vermeiden möchte, sollte sich mit den technischen Eigenschaften solcher Pumpen beschäftigen. Hierzu besser eine kompetente Hilfe bei einem Experten suchen.

KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)-Förderung nach EnEV 2016

Seit 2002 regelt die Energie-Einsparverordnung, wie viel Heizenergie ein neu errichtetes Gebäude verbrauchen darf. Der geltende EnEV-Standard ist eine Richtlinie, an der sich die Effizienzstandards der KfW-Bankengruppe („KfW-Effizienzhaus“) für Neubauten oder sanierten Altbauten orientieren. Die KfW-Bank ändert zum 1.April 2016 ihre Förderstandards und -bedingungen. Es gibt einen neuen Förderstandard KfW-Effizienzhaus 40 Plus für Häuser. Sie produzieren mehr Energie, als sie verbrauchen.

Dünne Dämmschicht durch teures Material

Die Förderung des bisherigen Standard KfW-Effizienzhaus 70 wurde zum 31.03.2016 gestrichen. Gefördert werden nun die Effizienzhäuser des Standards 55, 40 und 40Plus mit einem Tilgungszuschuss von 5 bis 15 Prozent. Die Förderhöchstbeiträge je Wohneinheit werden von 50.000 Euro auf 100.000 Euro erhöht. Zudem muss allerdings eine detaillierte Fachplanung und Baubegleitung durch einen KfW-Effizienzexperten stattfinden.

Die Beratungshilfe bei der Planung eines energieeffizienten Bauvorhabens bieten die unabhängigen Bauherrenberater des BSB (Bauherren-Schutzbund). Der ZIA-Präsident Andreas Mattner ist der Meinung, das technisch ausgefeilte Wohnhäuser zu steigenden Preisen am gegenwärtigen Bedarf vorbeigehen: "Statt neuer Vorschriften brauchen wir eine Beschleunigung bei Baugenehmigungen sowie eine zügige Ausweisung von Bauland."

Es gibt noch andere Wege als mehr Dämmung

Marc Föderer, Experte beim BSB ist der Meinung: "Die Einhaltung der EnEV bedeutet nicht unbedingt mehr und bessere Dämmung". Es müssen auch andere Parameter beachtet werden, insbesondere die energetischen Werte der Anlagentechnik, wie die Heizungs- und Lüftungstechnik. Die geforderte Senkung des Primärenergiebedarfs um 25 Prozent hat also das gesamte Gebäude und nicht nur die Gebäudehülle im Blick.

Die Verordnung macht keine genauen Vorgaben bezogen auf die Gebäudehülle und den Dämmstandard. Finanziell sollte man mehr in die Wärmedämmung reinstecken, wenn sich jemand gerne eine Heizanlage mit fossilen Brennstoffen einbauen lässt, um in etwa die geforderten Werte einzuhalten.

Herr Förderer meint: "So haben Gas und Öl als fossile Brennstoffe den Faktor 1,1". Wärmepumpen haben je nach Jahresarbeitszahl zwischen 0,4 und 0,6. Holz hat einen Faktor von 0,2. Es sollte mehr für die Dämmung der Gebäudehülle getan werden, wenn mit Öl und Gas geheizt wird. Herr Förderer sagt: "Die Weiterentwicklung der Anlagentechnik zur Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere der lokalen Speichermöglichkeiten, wird dabei sicher an Bedeutung gewinnen". Der Neubau wird aber dadurch nicht wirklich günstiger.

 


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